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Über meine Person:

Erol Yıldırım
Lothringer Straße 112
46045 Oberhausen
Deutschland
Telefon: 0208 201081
Handy: 0171 2687033
Sein Lebenslauf
Erol Yıldırım wurde in Sivas geboren. Da er in seiner Jugend in Armut gelebt hatte, musste er gezwungermassen schon als Kind arbeiten .
Er besuchte 1952 – 1957 die Grundschule und von 1957 – 1960 die Mittelstufe in Sivas. 1961 ist er nach Istanbul gekommen. 1967 hat er an der Vefa Lisesi das Abitur gemacht. 1967 - 1972 absolvierte er in İstanbul Üniversitesi, Fakultät für Literatur die Fächer Türkische Sprache und Literatur.
1972 - 1976 unterrichtete er als Literaturlehrer am Çanakkale Gymnasium in Çanakkale und zwischen 1976 -1980 an dem Fenerbahçe Gymnasium in İstanbul .
1980 wanderte er nach Deutschland aus.
Zwischen 1980 – 1987 unterrichtete er in der Volkshochschule Oberhausen die Fächer Türkische Sprache und Literatur und arbeitete zeitgleich als Theaterregisseur.
Seit 1987 unterrichtet er als gymnasialer Oberstufenlehrer am Bertha-von-Suttner Gymnasium die Fächer Türkische Sprache und Literatur..
Er hat im Laufe seiner Karriere mehrere Romane, diverse Gedichtebücher und Anthologien veröffentlicht.
Seine Auszeichnungen:
*1. Preis eines Literaturwettbewerbes für Poesie, im Rahmen der Deutsch- Türkischen Kulturtage im Revierpark Nienhausen, BFG; Gelsenkirschen, 1985
*Auszeichnung für Kurzgeschichte beim Wettbewerb des dtv- Verlags, München, 1987
*Auszeichnung für Poesie beim Wettbewerb von der Zeitschrift "Die Brücke", Saarbrücken, 1989
*Auszeichnung für Kurzgeschichte beim Wettbewerb "Buchstäbliche Brücken", VHS Essen, 1990
*3. Preis eines Literaturwettbewerbes für Poesie, bei der Zeitschrift "Unsere Stimme"(Sesimiz), Köln, 1993
*3. Preis eines Literaturwettbewerbes für Kurzgeschichte beim Etos's Universal Culture House, Stockholm, 1993...
erolyildirim@web.de
www.erolyildirim.com

Dein wilder Kummer, der Sehnsucht nach Leben wegen?
Oder trauerst du aus Sorge der Zukunft?
Kunta Kintes
Rap, rap, rap, aufziehbare Soldaten
Gewehrlauf voller Kugeln
Rap, rap, rap, marschierten sie
Die Barrikade seine Kugel, Gewehrlauf sein Herz
Großvater meiner Tochter, Kunta Kinte
Am Rücken verwundet, in den Bergen
Ausziehbare Soldaten marschierten rap, rap, rap
Meine Tochter in Istanbul geboren,
Die Großmutter nannte sie Kunta Kinte
Rap, rap, rap, marschierten die Soldaten
Kunta Kintes, die Onkel meines Sohnes
Gewehrlauf ihre Herzen, erschossen
Ein Sohn ward mir geboren in Düsseldorf
Nannten ihn auch Kunta Kinte
Ausziehbare Soldaten marschierten rap, rap, rap
Meine Tochter, Istanbulerin, die Enkelin eines Rebellen
Mein Sohn in Düsseldorf geboren
Seine Onkel in der Stadt, der Großvater
erschossen in den Bergen
Norden, Süden, Osten, Westen
Rap, rap, rap, die Berge sind Rebellen
Rap, rap, rap, die Städte sind Guerillas
Die Kunta Kintes seit Jahrhunderten
Schnitten selbst den Nabel ab
Erbrechen Kugeln die aufziehbaren Soldaten
Kunta Kintes, als Partisanen geboren, als Partisanen gestorben
Düsseldorf Juli1994
Erol Yildirim
Man stirbt nicht mit den Toten
Auf dem Weg die doppelte Armut
Wird zu Gift und fließt in mein Herz
Wenn Schmerz beginnt
Und das Herz sich schnürt
Warst nie ein Freund für schlechte Tage
Ich weiß, guter Tage Freund bist du
Sing keine Klagelieder hinter mir her
Man stirbt nicht mit den Toten, heißt es
Das sagst doch du, kaust drauf rum, immer wieder
Jetzt ist es an dir, kau! kau nur!
Weder Hoffnung durch vergangenes
Noch Tränen nach mir
Schau her, das passt zu dir
Barfuss runter an den Strand
Mit Freude durch den Sand
Nimm das blaue Meer dir vor
Der Sonne den Rücken angelehnt
Ist es Öde, lauf in den Wald
Sing mit Freude
Laufe, schreie aus vollem Hals....
Pflück die wilden Blumen
Frage die Gänseblümchen nach uns
Bin ich an der Reihe, „Er liebte mich,
liebte mich sehr, er liebte...
Doch vergiss nicht zu ergänzen....wie ein Narr
Lass die Schlafzimmergardienen offen
Hineinströmen soll die Sonne
Mein Gänseblümchen,
und hast du noch Zeit
Füttere die Tauben reichlich....
In unserem Garten der Pflaumenbaum,
Die Nachricht des Frühlings,
Mag wohl Knospen jetzt tragen
Die Sterne funkelnder als sonst bei uns zu
dieser Jahreszeit
Funkelnder Himmel jede Nacht
Ähnlich dem schillerndem Haar,
der aus’m Wasser steigenden Frau
Trau dich, öffne deine Geheimnisse
so viel du willst den Sternen
Sonst gräbt deine Sorge sich
wie ein Rätsel in dein Herz
Herbstregen wie immer mit wucht schlägt ein an die Fenster
Der Himmel, furchterregend, donnert
Fürchtest du dich alleine in deinem Zimmer?
Niemand da, der dich im Bett feste umarmt?
Vergiss es, denk nicht dran, vergehen werden diese Tage
Ist dein Kopf schmerzfrei, bist du glücklich
Einige dich mit dem Schicksal
und wirf ein Anker ins Leben
Tue alles was ich nicht schaffte
So willst du es nach mir, tanze wild umher,
oder gar betrüge mich
Unendlich Fremde ist doch der Tod
Man stirbt nicht mit den Toten
Erol Yildirim
März 1986 Cannes
Blaue Erregung
Hast die Welt gehalten auf Messers schneide immer zu
Wer bekam die Siegesbeute in diesem verrückten Krieg
Dein Kampf war heftig
Süßes Unglück meine namenlose Heldin
Blühenden Blumen umzingeln violette Berge
Deine rosa Gefühle noch immer verwahrlost
Nicht beachtend meine Tränen,
deine Hochmut doch enthüllt
blaue Erregung um mich herum
Schluss mit Blutrache der Krone wegen
Das Gewährlauf längst in die Erde gerammt
Fängt es an Olivenzweige zu sprießen
Habe Segel gelassen, die See ist ruhig
Auch du vergiss das hin und her
Lass Alles was du hast hinter dir
Nimm deine Lippen und deinen Kamillenduft
Nimm die Schwermut, richte deine Route,
noch vor der Piraten Gefühle
die Oberhand des Hafens ergreift
Erol Yildirim
1990 Düsseldorf, Färberstraße
Wo ist die Schaukel die einst ich mit Lasso um eine Wolke schwang
Ritter, Tarzan, Cowboy der kronenlose König meiner Kindheit...
Leidvolles Unglück
Freund oder Feind, weder noch, ist mir egal
Schlimmer denn jäh liege ich dir zu Füßen
Bin der Nagel, bin der Zahn, sorgst du dich nicht meine Liebste
Erstarre wie kalter Winter zu Eis erfriert meine Einsamkeit
Wurde zum Schatten hinter dir bin verwildert
Doch du, meine Liebste, rennst noch immer der Bourgeoisie hinterher
Renne hin und her, die Zeiger einer Uhr im Kreis
Zerfallen, irre , unwert
In deren Augen, abgemagert bis auf die Knochen
Unter Regen Schnee bedeckt und von gedrehtem benebelt
Für dich ein räudiger Hund ein Penner geworden
Glühende Flamme bin ich, Hoffnung ist
schlicht nur Asche geworden
Bespucken sollen sie mich, wenn ich jäh mich scheren sollte
Längst entschlossen vor deiner Tür bereit erschossen zu werden
Bin dein Geliebter, dein leidvolles Unglück, deine totale Schwermut
Auch wenn Schiessbefehl gegeben, Verflucht noch mal,
werde zum Rebellen, zum Tyrannen,
dieser Fall wird nicht warten bis zum Jüngsten Gericht.
Erol Yildirim
Dezember 19992 Düsseldorf
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